• Anna Blender

Deutschland - Insel Rügen

Aktualisiert: 12. Feb.

Juni 2021 - Die Situation entspannt sich und man darf endlich wieder reisen. Natürlich nur unter Auflagen, aber hey ich denke wir sind alle genügsam geworden in den letzten Monaten und so freuen wir uns sehr auf 8 Tage Rügen - Strand, Sonne, Natur und Sauna.

Wir haben uns für ein Ferienhaus bei AirBnB entschieden und sind begeistert. Sauber, gut gelegen, schöne Umgebung und unser persönliches Highlight ist das Saunafass im Garten. Es liegt in dem Ort Altefähr und der Hafen ist fußläufig nur etwa 5 min entfernt.

Der Urlaub kann beginnen.


 


 

An unserem ersten Tag haben wir eine Fahrt mit dem Rasenden Roland gemacht.

Zugestiegen sind wir in Putbus. Das Tagesticket hat 25€/ Person gekostet.

Es lohnt sich die Fahrt gleich morgens zu starten, da man mit diesem Ticket überall aus- und wieder zusteigen kann. Die Züge halten stündlich an den einzelnen Stationen.

Für einfache Fahrten gibt es günstigere Tickets. Man kann die Tickets entweder direkt auf der Fahrt erwerben oder aber vorher in einer der größeren Stationen (Lauterbach, Putbus, Binz, Sellin, Baabe, Göhren).

Dank traumhaft schönem Wetter, konnten wir die Aussicht im Außenwagon genießen.

Ganz im Osten der Insel liegt der Ort Göhren.

Ein wirklich schöner Kurort mit einigen Lokalen, die direkt an der Bahnstation gelegen sind.

An der Endstation von Roland ist außerdem ein Bauwagen mit Sanddornspezialitäten. Hier wurden wir herzlich empfangen und durften verschiedene Leckereien kosten.

Sicher ein perfektes Mitbringsel für Zuhause.

Der feine Sandstrand lädt zum entspannen ein. Strandkörbe stehen zum Leihen bereit und auch Wassersportler kommen in dieser Gegend voll auf ihre Kosten.

 


 

Für den zweiten Tag haben wir einen Ausflug in den Nationalpark Jasmund geplant.

Hier haben wir eine etwa 3,5 km lange „Wanderung“ vom Parkplatz in Saßnitz zum Königsstuhl vor uns. Die Kreidesteinfelsen bestechen durch ihre Farbgebung und das Zusammenspiel zwischen Wald, Meer und Klippen.

In naher Zukunft wird eine neue schwebende und barrierefreie Plattform entstehen, so dass der Königsstuhl der Natur zurück gegeben wird und man einen noch besseren Blick auf die Kliffhangwälder Jasmunds bekommt.

Wir haben mit unserer Drohne einige Eindrücke für euch festgehalten.


 


 

Am gleichen Tag haben wir uns nachmittags noch auf den Weg nach Putgarten zum Kap Arkona gemacht. Es ist der nördlichste Punkt der Insel und besticht durch die Aussicht und eine wunderschön angelegte Gegend.

Der Parkplatz ist hier knapp 2 km von den Leuchttürmen entfernt, allerdings gibt es die Möglichkeit mit einem Shuttle zu fahren. Wir haben uns also wieder mit Drohne und guter Laune im Gepäck zu Fuß auf den Weg gemacht, um den nördlichsten Punkt der Insel zu erkunden. Zuerst passiert man eine wunderschöne Straße mit einigen Lokalen, Spielplätzen und Handwerksmärkten, anschließend geht es zwischen weiten Feldern an die nördlichste Spitze. Von hier aus genießt man schon den Blick auf die Leuchttürme.

Wir sind der Uhrzeit geschuldet nicht mehr auf einen der Leuchttürme gegangen, sondern haben uns im Schatten der Düne einen schönen Platz gesucht, um die Küste mit der Drohne abzufliegen.

 


 

Stralsund an einem Mittwoch im Frühsommer hat uns verzaubert.

Eine wunderschöne Innenstadt mit viel Wasser, wunderschönen Parks, Kirchen von deren Türmen man fast bis nach Dänemark schauen kann. Eine wunderschöne kleine Stadt mit tollen Gelegenheiten zum Einkehren.

Hier würden wir jedem empfehlen sich einfach treiben zu lassen und sich auf die Umgebung einzulassen. Wer bereits einmal in einer Großstadt war, wird hier sicherlich kein Shoppingerlebnis haben, aber die Märkte und kleinen Cafés laden zu einem gemütlichen und leckeren Tag ein.

Im Hafen sind die Segler um 18 Uhr zu ihrer wöchentlichen Regatta gestartet und die sogenannte „Werkstatt“ versorgt mit kühlen Getränken und einem Snack.

Ein wirklich schöner Biergarten mit direktem Blick auf die Gorch Fock und den Hafen.

Für den besten Blick lohnt es sich hier frühzeitig Platz zu nehmen.

 


 

Neuer Tag, neues Ausflugsziel. Da wir keinen tagesaktuellen Corona-Test vorweisen konnten, durften wir nicht für eine Besichtigung ins Innere des Jagdschlosses Granitz.

Um euch trotzdem einen kleinen Einblick zu verschaffen, habe ich ein paar Eckdaten zusammengetragen.

Wilhelm Malte I. zu Putbus ließ das Jagdschloss 1837-1846 erbauen. Es wurde fast ausschließlich im Sommer an dem Schloss gebaut, sodass sich die Fertigstellung hinzog.

Das Jagdschloss wurde im Stil der norditalienischen Renaissancekastelle gebaut und verfügt über vier Ecktürme und einen Mittelturm.

Dieser soll einen wunderschönen Blick über die Insel ermöglichen. Leider konnten wir diesen Ausblick nicht genießen.

1944 fiel das Jagdschloss unter die Verwaltung der Nationalsozialisten und ist seit dem in staatlicher Hand. Auch ein Versuch den Familiensitz wieder zu privatisieren scheiterte.

In den Jahren 1983-1990 wurde das Schloss aufwändig saniert und im alten Stil hergerichtet.

Rund um das Schloss ist ein wunderschöner Buchenwald, der zum Spazieren einlädt.

Trotz eines sehr heißen Sommertages, konnten wir hier im Schatten der Bäume den Tag in vollen Zügen genießen.


 


 

Zurück in Altefähr haben wir uns einen ausgiebigen Strandtag gegönnt.

Direkt vorne am Hafen von Altefähr kann man mit der Fähre übersetzen nach Stralsund und hat bei gutem Wetter einen tollen Blick auf die Stadt.

Der Strand ist relativ neu angelegt und daher wirklich gut in Schuss. Es gibt einen langen Holzsteg, breite Sandabschnitte, einen Spielplatz, mehrere Wasserzugänge und Sanitäranlagen. In der zweiten Reihe wird der Strand von einem schönen Spazier- und Radweg abgelöst.

Direkt am Hafen gelegen gibt es einige Lokale, eine Cocktailbar und einen Fischwagen.

Bei dem Fischwagen können wir nur empfehlen bereits vormittags oder mittags dort vorbei zu schauen, da abends die Auslage bereits sehr ausgesucht ist. Es hat aber einen sehr guten Eindruck gemacht und für Fischliebhaber ist ganz sicher etwas dabei.

Für uns war der Italiener Marina ein kleines Highlight. Einfaches aber sehr leckeres Essen, ein toller Inhaber, nette Bedienungen, eine traumhafte Aussicht und ein gutes Preisleistungsverhältnis.

An den Abenden hier vorne in Altefähr am Hafen haben wir traumhafte Sonnenuntergänge genossen.

 


 

Von Binz nach Sellin über den Hochuferweg.

Dieser Tipp war definitiv Gold wert.

Ein wunderschöner Wanderweg durch die endlosen Buchenwälder der Gegend, einem tollen Blick auf die Kreidesteinfelsen westlich von Binz, mit einem kleinen Abstecher zum schwarzen See und einem schönen Abschluss der Wanderung an der Seebrücke Sellin.

Wir hatten in Sellin unglaubliches Glück, denn außer uns waren kaum Touristen dort, so dass wir die Seebrücke in all ihrer Pracht bewundern konnten.

Die Tauchglocke war aufgrund der Corona-Verordnungen noch nicht wieder geöffnet.

Die Wanderung ist ca. 10 km lang und von der Wegebeschaffenheit nicht besonders anspruchsvoll.

Der Rückweg kann wunderbar mit dem Rasenden Roland angetreten werden.


 


 

Am Ende lässt sich sagen, dass Rügen uns positiv überrascht hat.

Wir haben längst nicht alle Möglichkeiten der Insel ausschöpfen können in der einen Woche und doch hat uns das was wir gesehen haben wirklich sehr gut gefallen. Die endlosen Rad- und Wanderwege werden sicher bei einem zweiten Besuch auf der Insel genauer erkundet.

Wir haben euch einen kleinen Film zusammengeschnitten, der euch hoffentlich einen schönen Einblick gibt. -Anna-


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