• Anna Blender

Thailand - Chiang Mai

Nach knapp 6 Wochen Inselleben geht es für uns ins Landesinnere. Im bergigen Norden von Thailand liegt Chiang Mai. Hier werden wir 8 Tage verbringen und uns unter anderem Tempel in Chiang Rai und den Elephant Nature Park anschauen.


Beginnen wir vorn Vorne. Wir sind von Koh Tao mit der Fähre zurück nach Koh Samui gefahren, um von dort den Flieger nach Chiang Mai zu nehmen. Auf dem Flug machen wir einen einstündigen Zwischenstopp in Bangkok. Beide Flüge dauern nur etwa eine Stunde und so sind wir nach nicht einmal acht Stunden Reisezeit in Chiang Mai angekommen. Unser Taxi vom Flughafen in die Altstadt haben wir bei der Flugbuchung gleich mitgebucht. Hier hat sich allerdings im Nachhinein herausgestellt, dass es wesentlich günstiger gewesen wäre, einfach am Flughafen in ein Taxi zu steigen und die 10-minütige Fahrt anzutreten.

Im Hotel angekommen packen wir schnell aus und gehen nur noch zum Abendessen einige Seitenstraßen weiter.

Wir sind angenehm überrascht wie wenig Straßenhunde und Katzen hier leben und so wird es ein richtig entspannter Abendspaziergang.

Chiang Mai ist bekannt für die unzählig vielen Tempel in der Altstadt, gutes Essen und viel Kunsthandwerk. Zu allen Seiten ist Chiang Mai von Wäldern und Gebirgen umgeben und bietet so einen wunderbaren Mix aus Stadtleben und der unmittelbaren Nähe zur Natur. Die Altstadt ist von dem Graben der alten Stadtbefestigung und den Überresten der alten Stadtmauern umgeben.

Am Abend ist die Mauer an vielen Stellen durch Beleuchtungen wunderschön in Szene gesetzt.

Bei einem Bummel durch die Altstadt lohnt es sich die Augen offen zu halten. Es gibt überall sehr viel Streetart in Form von tollen Malereien an den Mauern und Häusern. Gepaart mit den vielen Bepflanzungen und bunten Blüten wirklich schön anzusehen.

Unser erster Tag in Chiang Mai beginnt dann mit einem leckeren Frühstück in der Da's Home Bakery. Im Anschluss werden wir von einem TukTuk-Fahrer aufgegabelt und lassen uns einige Tempel in der Altstadt zeigen.

Wat Phra Singh



Wat Chai Mongkhon




Wat Chiang Mun und Wat Chiang Man


Wat Sean Fang



Heute ist Sonntag - das heißt, es ist Zeit für den Sunday Walking Market.

Wir haben bereits einige Märkte in den letzten Wochen gesehen, aber dem Chiang Mai Sunday Walking Market kann keiner dieser Märkte das Wasser reichen.

Zwischen unzählig vielen Ständen mit Kleidung, Handarbeit und Souvenirs, gibt es die klassischen Essensstände. Hier ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei und man kann gut und gerne den gesamten Abend hier verbringen mit Bummeln und Essen.

Falls ihr es zeitlich einrichten könnt, solltet ihr euch diesen Markt unter keinen Umständen entgehen lassen. Allein durch seine Größe und Authentizität grenzt er sich deutlich von allen anderen Märkten ab, die wir gesehen haben. Wir haben den Abend sehr genossen.

Wir haben uns hier in Chiang Mai immer einen Tag Pause zwischen unseren Tagestouren gegönnt und so wurde auch viel Zeit mit Sonnenbaden und Arbeiten am Pool verbracht.


Unsere erste Tagestour führt uns nach Chiang Rai. Hier werden wir die beiden bekanntesten Tempel besichtigen und heiße Quellen.

Früh am Morgen geht die Fahrt im Mini Van los in Richtung Norden.

Den ersten Halt machen wir an den Mae Karhan Hot Springs and Geyser. Eine kleine Anlage an der Autobahn gelegen, die einzig und allein für die Touristen aus dem Boden gestampft wurde. Sicher war hier vor einigen Jahren täglich reger Betrieb. Wir waren fast alleine dort und konnten die heißen Quellen bestaunen. Angelegt wie kleine Brunnen sprudelt hier das etwa 80°C heiße Wasser. Für die Touristen werden kleine Körbchen mit Eiern angeboten, die man dann in den heißen Quellen kochen kann.

 


 

Von hier aus geht es weiter zum Wat Rong Khun, der auch Weißer Tempel genannt wird. Entworfen von dem Künstler Chalermchai Kositpipat, wurde 1997 mit dem Bau begonnen. Bis heute wird an einigen Stellen erweitert und gebaut und so ist der Tempel bis heute nicht vollendet und damit sicher einer der jüngsten Tempel hier in Chiang Rai.

Einen Besuch ist der Wat Rong Khun auf jeden Fall wert. Das einheitlich weiß und golden gestaltete Areal besticht durch seine imposante und aufwendige Bauart. Hier wird Moderne und die typische alte Bauart der thailändischen Tempel perfekt in Einklang gebracht.


 


 

Nach einem Lunch geht es nun noch weiter in den Norden zum Blauen Tempel. Hier ist der Name auch Programm und so finden wir uns schnell auf einem typischen Tempelvorplatz, des völlig in blau gehaltenen Wat Rong Seur Ten Tempel, wieder.


 


 

Schaue dir unsere Tempeltour durch Chiang Rai gerne auch in unserem ersten Vlog an: https://m.youtube.com/watch?v=-Pj73p1mZ_E&cbrd=1

Tempel Nummer 2 besichtigt, haben Andy und ich schon unsere beiden Highlights dieser Tour gesehen. Natürlich geht für uns die Fahrt trotzdem weiter und zwar zum Black House. Hier hat der thailändische Künstler Thawan Duchanee im Rahmen des Open-Air-Museums Baan Dam, einen Ort geschaffen, an dem er seine Kunst und seine Werkstätten präsentiert. Der Künstler ist weit über die Grenzen von Thailand hinaus bekannt und wurde 2011 als Nationalkünstler geehrt.

Für seine Arbeit bedient er sich an Tierskeletten, Knochen, Fellen, Hörnern und Häuten. Auf uns wirkt diese Art von Kunst sehr makaber und daher finden wir hier nicht so richtig den Reiz für uns, aber da ist ja zum Glück jeder ganz individuell.


 


 

Etwas geschafft von so vielen Eindrücken am heutigen Tage, treten wir die Rückfahrt an. Die hat leider eher einer Achterbahnfahrt geglichen und so sind wir sehr froh, als wir heile wieder in Chiang Mai ankommen.


In den nächsten Tagen entspannen wir uns und erkunden immer wieder einen kleinen Teil der Altstadt zu Fuß, bis zu unserem nächsten Highlight - dem Elephant Nature Park.

Der Elephant Nature Park ist etwa eine Autostunde von Chiang Mai entfernt. Hier werden wir eine geführte Tagestour über das Gelände machen und eine Menge zu der Situation der Tiere vor Ort erfahren.

Der Elephant Nature Park nimmt nicht zur Elefanten, sondern auch Büffel, Kühe, Hunde und Katzen auf und bietet damit vielen tausend Tieren ein Zuhause, in dem sie nicht leiden müssen und möglichst artgerecht ihren Lebensabend oder manchmal auch ihre ersten Schritte ins Leben verbringen können.

Viele Elefanten wurden aus der Arbeit gerettet. Hier ist von Waldarbeiten, über Elefantenreiten bis hin zu Showtieren alles vertreten. Viele Elefanten haben Verletzungen vom Menschen, nicht artgerechter Haltung, Mienen oder Unfällen bei der Waldarbeit. Hier werden sie ärztlich versorgt und auch ihre seelischen Wunden heilen mit der Zeit.

Wir hatten Glück, denn durch Corona hat sich die Anzahl der Touristen sehr in Grenzen gehalten. Natürlich finanziert sich eine solche Organisation zum Großteil aus Spenden, so dass es ganz ohne Touristen nicht funktioniert, aber wir können uns gut vorstellen, dass es vor einigen Jahren so viele Touristen waren, dass sich auch da die Frage gestellt hat, ob das wirklich artgerecht war.

Die vergangenen zwei Jahre mit Corona haben den Tieren also sicher sehr gut getan und so haben wir sehr ausgeglichene, entspannte und glückliche Elefanten gesehen.

Mein persönliches Highlight waren die Babyelefanten. Wann bekommt man schon die Möglichkeit, die kleinen grauen Wunder aus der Nähe zu sehen. Leider haben auch die Babys hier eine schreckliche Geschichte hinter sich und kommen meistens ohne ihre Mütter in den Elephant Nature Park. Hier können sie mit anderen Elefantenkindern spielen, leben in der Gruppe und können sich gut entwickeln.

Wir konnten beobachten wie Bein- und Fußprothesen für die verletzten Elefanten hergestellt werden, wie in der Elefantenküche gekocht wird und die grauen Riesen bei einem kühlen Bad im Fluss entspannen.


 


 

Der Elephant Nature Park war für uns eine unvergessliche Erfahrung und wir haben den Besuch sehr genossen.

Schaue dir unser Abenteuer im Elephant Nature Park gerne auch in unserem Vlog an:

https://m.youtube.com/watch?v=2t-wqgEop98


Unsere Woche in Chiang Mai neigt sich langsam dem Ende zu. Einen Tempel haben wir aber noch auf unserer Liste mit Dingen, die wir gesehen haben möchten. Der Wat Phrathat Doi Kham liegt ca. 35 Autominuten von der Altstadt entfernt. Am Berg gelegen hat der Tempel eine tolle Aussicht auf ganz Chiang Mai zu bieten.

 


 

Am südwestlichen Ende der Altstadt liegt der Buck Hard Public Park. Ein Stadtpark, in dem viele Einheimische sich zum Sport, zu einem Picknick oder zu einem Playdate für die Kleinen treffen. Wer zwischen Verkehrswahnsinn, neuen Eindrücken, vielen Gerüchen und Menschen einfach mal eine Pause braucht, kommt für einige Stunden hierher und spannt etwas aus.


 


 

Am Ende dürfen natürlich unsere kulinarischen Empfehlungen in der Altstadt von Chiang Mai nicht fehlen:


Da‘s Home Bakery für ein leckeres Frühstück.

Hier gibt es auch eine große vegetarische und vegane Auswahl. Außerdem solltet ihr euch den Schokoladenkuchen und den Karottenkuchen auf keinen Fall entgehen lassen.


A&C Bakery für leckeres deutsches und französisches Gebäck. Ich fand die Zimtschnecken wirklich hervorragend.


Khun Kae‘s Juice Bar für Fruchtsmoothies und Shakes, aber auch für Frühstücksbowls. Hier ebenfalls eine große vegetarische und vegane Auswahl.


Rock me Burger & Bar, wenn ihr mal wieder so richtig Lust auf einen großen, leckeren Burger habt. Es gibt hier vor allem besondere Kreationen. Es war köstlich.


Indish Restaurant Bar & Grill für ein bisschen Abwechslung. Super lecker und auch hier viel vegetarische und vegane Auswahl. Sie bieten auch Cooking Classes an.


Falls ihr noch Tipps für all die Leser:innen habt, schreibt es gern in die Kommentare.



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